Liste der Einsatzstellen

Alle unsere Einsatzstellen sind durch das weltwärts-Programm anerkannt: Hier ist die Liste auf der weltwärts-Seite.

Im Folgenden listen wir die Stellen auf, die wir im kommenden Zyklus besetzen werden. Im Jahrgang 2017/18 wollen wir 45 Freiwilligen einen internationalen Freiwilligendienst ermöglichen, verteilt auf folgende Projekte: 

ARGENTINIEN

BUENOS AIRES 

Che Pibe ist ein links-alternatives Kinder- und Jugendsozialprojekt im Armenviertel Fiorito, im Süden von Buenos Aires. Es tritt für den gesellschaftlichen Wandel und eine bessere Zukunft ein. Unsere Freiwilligen helfen in allen 3 Altersstufen (Kleinkinder, Kinder, Jugendliche) und kümmern sich um die Nachbarschafts-Liga im Fussball.  Im Sommer Mitarbeit als Ferienlager-Betreuer_in der Kinder (“colonias”). Es gibt auch eine kleine Film-AG, die immer mal wieder mit den Kids ein Filmprojekt auf die Beine stellt. Auch zu den CARTONEROS (Papier- & Müllsammlern) gibt es Kontakt. Interessante Zusatzprojekte, u,.a. gemeinsam mit argentinischen Studenten für Strassenkinder. Wir suchen für dieses Projekt politisch interessierte, freundschaftliche und aufmerksame Gesprächspartner_innen für Kinder und Jugendliche sein. https://fundacionchepibe.wordpress.com/imagenes-de-la-fundacion/

DAD (Desarollo atraves del Deporte): Wertevermittlung mittels Sport in Armenvierteln von Buenos Aires.

DEPORTISTAS POR LA PAZ (Sportler für den Frieden): Durch Bildung und kooperative Trainings (Miteinander statt Gegeneinander) sollen die lokalen Zivilgesellschaften gestärkt und Jugendliche zu ihren Verantwortungsträgern entwickelt werden. Empowerment ist der Schlüsselgedanke. Es geht also nicht um Leistungssport, sondern um die “transformacion social” (gesellschaftlicher Wandel). Einmal im Jahr gibt es den großen Friedenslauf an vielen Orten der Welt gleichzeitig, porque hay que cultivar la paz! http://deportistasporlapaz.org

=> In der Studentenstadt TUCUMAN im Projekt DON BOSCO organisieren unsere zwei Freiwilligen die Fussball-Trainings für Kinder aus den angrenzenden Armenvierteln. Zudem kümmern sie sich um die Bereiche Bildung (Nachhilfe, Hausaufgaben), Essensausgabe und sinnvolle Freizeitgestaltung. Im Jugend-Kulturhaus MATE COSIDO kommt es auf die Ideen an, die FW einbringen möchten: Theater-AG, Zirkusgruppe, Mitmach-Workshops und Freizeitgestaltung. 

BOLIVIEN

La Paz / El Alto
Theatersozialprojekt Teatro Trono und Kulturhaus COMPA (Comunidad de Productores de Arte). Ursprünglich eine Theaterschule für Strassenkinder. Mittlerweile ein Kulturhaus im Armenviertel mit breitgefächertem Angebot in der Schnittfläche zwischen Kunst und Sozialarbeit. Das Projekt betreibt „Sozialarbeit im Verbund“, d.h. es kooperiert mit unterschiedlichen Einrichtungen zum Wohle der Kinder der Stadt. Es will eine “andere Kultur” etablieren und Körper und Geist befreien, d.h. de-kolonisieren. Neben den Workshops im Kulturhaus, unterstützen unsere 4 Freiwilligen die mobile Schule für Straßenkinder und dürfen spannende Zusatzprojekte organisieren, z.B. das Freizeitprogramm für Taubstumme, Gitarrenunterricht im Gefängnis – oder Selbstverteidigung für Mädchen im Armenviertel. Ansatz: Theater als erfolgreiche und kreative Form der Sozialarbeit. Die Kinder und Jugendliche schreiben oft ihre Texte selber (hilft bei der Verarbeitung traumatischer Erfahrungen), proben in Gruppen (Teamwork, Gruppengefühl, Sprachverständnis) und führen die Stücke schließlich auf (Selbstwert, Horizonterweiterung, Multiplikation). Einmal im Jahr findet mit einem Theater-LKW eine Bildungs-Theater-Tournee zu einem gesellschaftlichen Thema durch Bolivien statt, wo in verschiedenen Armenviertel aufgetreten wird. Achtung: Das Projekt liegt auf 4200 m Höhe. Wir haben dort die höchstgelegene Freiwilligen-WG der Welt!  (4 Stellen).

In der subtropischen Stadt Santa Cruz  kooperieren wir mit dem Straßenkinderprojekt CALLE CRUZ und dem Mal- und Bildende Kunstprojekt ARTErias Urbanas.

In Cochabamba leistet das Colectivo Katari eine ganz ähnliche Arbeit wie COMPA, nur mit dem Schwerpunkt auf Marionetten-Theater und Musik. Freiwillige sollten Interesse und Talent im kreativen Bereich mitbringen (Theater, Musik, Kunst, etc.) und in einem kleinen, familiären Verbund zurechtkommen. Ex-FW Claus hat einen schönen Kurzfilm darüber gedreht (siehe rechte Spalte). Und hier eine Selbstvorstellung von Katari (auf Spanisch):  http://www.youtube.com/watch?v=tA-3q77z4jc.
Das Kindersozialprojekt CAICC kümmert sich um Kinder, deren Mütter im Frauengefängnis sitzen.

In Sucre, eine liebenswerte Universitätsstadt, kooperieren wir mit einer Kindertagesstätte (CERPI) im Armenviertel. Aufgaben: Nachhilfe, Hausaufgabenbetreuung, mobile Schule, Schach-AG, Tanzen, Sport, Theater.

KOLUMBIEN

MEDELLIN

Centro Cultural Moravia: Eines der besten Kulturzentren in Lateinamerika mit breitgefächertem Kursangebot (Musik, Bildung, Jonglage u.v.m.).

Villa Laura (Corapas): In der legendären Comuna 13 finden die Menschen einen integrativen Ort der Begegnung mit einem breit gefächerten Sozial- und Kultur-Angebot: Jugendgruppen, Film- und Medienzentrum, Armen-Kindergarten, Frauenrechtsgruppe und eine integrative Tagesstätte für Menschen mit Behinderung. 

Fussballprojekt SEMILLAS POR LA PAZ: Sportangebote geben den Kids der Comuna 13 Orientierung. 

Schulprojekt PEQUENA MARIA: Freie Schule mit einem super-sympathischen Team im Armenviertel Santo Domingo. Schule für 1600 Kindern. Ideal für künftige Lehramts-Studenten. 

CASA ARTE: eine studentische Theater-Kommune mit friedens-und sozialpolitischem Anspruch (bevorzugt wird mit Pantomime und Clownerie gearbeitet). 

Grupo Peligroso: Underground-Kultur-Treff für Kinder aus dem Armenviertel (Brakdance, Rap, etc). 

INDER: Sportsozialprojekte in verschiedenen Stadtteilen zur Stärkung der Kinder und Jugendlichen und damit der lokalen Zivilgesellschaft (Fussball, Hockey, Volley, Schwimmen, MMA, Downhill BMX, etc).

Casa Cultura Giradota: Kinder- und Jugendzentrum mit bunten Workshops (Musikinstrumente, Orchester, Malen, Theater, Nachhilfe, Englisch).  

EL GRUPO: Musicalgruppe von Jugendlichen mit Down-Syndrom (herzberührernd!). Eintreten für die Rechte von Menschen mit Behinderung und gegen Stigmatisierung und Stereotype. 

EL TECHO: Eine tolle Initiative von einheimischen Studenten, die Häuser in AGrupo Peligroso: Underground-Kultur-Treff für Kinder aus dem Armenviertel (Brakdance, Rap, etc). rmenvierteln konzipiert und baut. 

Biblioteca San Cristobal: breites Bildungs- und Freizeitangebot für alle Altersstufen. Wöchentliche Ausfahrten zur ärmlichen Landbevölkerung zur Alphabetisierung und Stärkung der Zivilgesellschaft.  

MANIZALES:

Futbol Manizales: Fussballsozialprojekt COLOMBIANITOS. Unsere FW arbeiten als Co-Trainer, helfen in der Nachbarschafts-Liga (Turniere) und unterstützen die ganzheitliche Entwicklung der Kinder (z.B. durch Hausaufgabenbetreuung & sinnvolle Freizeitgestaltujng). Einmal pro Woche wird ein Kinder-Krankenhaus spielerisch besucht. 

Red de Bibliotecas & Casas de Cultura Manizales. Ein Ort der Begegnung und Bildung für “ninos en riesgo” aus den Armenvierteln. Bildung und sinnvolle Freizeitgestaltung. Spannende Workshops, Besuch von Schulen. Einmal wöchentlich kann zudem im Drogenhilfezentrum geholfen werden. 

NICARAGUA

NUEVA GUINEA. Experimentelle Montessori- Schule JAN AMOS COMENIUS. Unserer Einschätzung nach, eines der besten Bildungsprojekte in Mittelamerika auf lokaler Ebene. Ideal für künftige Lehrer oder Lehramtsstudenten. Aufgaben: Bildung, Unterricht und ergänzende Freizeitgestaltung (z.B. Theater-AG). Wäre toll, wenn mind. 1 FW gut in Mathe & Naturwissenschaften ist, da in dieser ländlichen Gegend sich keine einheimischen Lehrer finden lassen, die diese Bereiche abdecken und die Jugendlichen so keine Chance auf ein Universitäts-Studium haben. Ökologischer Schulgarten. Der Ehemann der einheimischen Schulleiterin Elba ist Deutscher (Gerd) und einer der besten Experten zum Thema „ökologische Nachhaltigkeit / Permaculture“; ergänzender Einsatz zum Schutz der Bio-Diversität und des Regenwaldes. Umfeld sehr ländlich und arm. Die Stadt Nueva Guinea ist recht konservativ geprägt, da sie von Evangelicos gegründet wurde. Von FW wird deshalb ein vorbildlicher Charakter, ordentliche Kleidung und eine solide Lebensführung erwartet. Die Projektleiterin Elba Rivera wurde 2009 als „W8“ ausgezeichnet (Eight Women), also als eine von 8 Frauen weltweit, die den Machthabern der G8 die Blickwinkel der Menschen in Entwicklungsländern vermitteln dürfen.

– LEON. Ninos del Fortin ist eine sinnvolle Kindertagesstätte für Kinder, deren Familien bei und von der Müllhalde (Fortin) leben. Aufgaben: Organisation einer Bibliothek, um die Lesefertigkeiten der Kinder zu stärken, Nachhilfe, Workshops, AGs (vom Mädchenfussball, über Turnen, Basteln, Schach und Selbstverteidigung). Das SOS-Kinderdorf (Centro Social) unterstützt lokale Kindergärten im Armenviertel, wobei die Hilfe unserer FW sehr willkommen ist (vor allem in La Tortuguitas). Bildung, spielerische Alphabetisierung, Freizeitgestaltung, allgemeine Mitarbeit (z.B. Windeln wechseln) offene Sozialarbeit (unter Einbeziehung der Familien, etc.).Zusammenarbeit mit einem Heim für ehemals drogenabhängigen Kids (Resozialisation).

–>  MATAGALPA. Hormiguitas. Vorbildliches Jugendhaus für niños trabajadores (arbeitende Kinder) mit hervorragendem partizipativen Ansatz. Bildung und Freizeitgestaltung. Ärmliche aber schöne Region (mit Bergen), sympathische Stadt.  Mitarbeit in der projekteigenen Mobilen Schule (für Strassenkinder und ärmliche Landbevölkerung).

–     Masaya. Centro Creativo. Selbstverwaltetes Jugendprojekt im Armenviertel Monimbo. Sehr arm, aber sehr interessante Erfahrung unter einfachsten Lebensumständen (das Trinkwasser muß manchmal mit dem Pferdewagen geholt werden). Mitarbeit bei der mobilen Schule. Mischung aus ernsthafter Bildung (Englisch-AG; Gitarren-Unterricht) und kurzweiliger Unterhaltung (Clownerie, Musikschule auf Rädern, etc.). Die Arbeit basiert auf 3 Säulen: Bildung, Kreativität und Ökologie. Back tot he roots. Gefragt sind Organisationstalent, unsterbliche Motivation und eigene Ideen.

SÜDAFRIKA

Raum DURBAN (Kwazulu-Natal). 

STREETWISE. Vorbildliches Straßenkinderprojekt in 6 Phasen, vom Streetworking bis zur Re-Integration in Familien. Schwerpunkt ist die Arbeit im Shelter, einem Schutzhaus außerhalb Durbans, wo die Kinder für 1 Jahr unterkommen und Schritt für Schritt resozialisiert werden und wieder zur Schule gehen. Es gibt ein Fußballplatz, wo täglich 2 Stunden Energie „kanalisiert“ wird. Gesuchtes Profil: Gefestigte Persönlichkeit, verantwortungsbewusst, sportlich, Freude an Nachhilfe, Geduld; Bereitschaft, die Lebenswirklichkeit von Straßenkindern intensiv kennenzulernen (3 FW).

ETHEMBENI SPECIAL SCHOOL. Schule und Internat für Kinder  mit Behinderung bzw. mit speziellen Bedürfnissen (mit kleiner Farm). Aufgaben: Betreuung und Arbeit mit diversen Behindertengruppen. Unterrichtsassistenz, Tischtennis, Therapeutisches Reiten, Freizeitgestaltung, Musik, Wheelchair-Basketball, Schwimmen, Rollstühle reparieren. 

HARDING 

HARDING SPECIAL SCHOOL (HSS). 

Ausgezeichnete Behindertenschule in ländlicher Region. Viel herzliche Interaktion mit Kindern (von Basteln bis Kuchen backen), Nachhilfe, Therapeutisches Reiten, kleiner Öko-Garten,  Schwimmunterricht im kleinen Swimming-Pool. Prima Projektleiter, tolles Eintauchen in südafrikanische Community, ärmliches und ländliches Umfeld (2 FW).

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Partnerprojekte & Qualitätsmerkmale

Immer wieder werden wir gefragt, nach welchen Kriterien wir die Partnerprojekte und Einsatzstellen auswählen. Wir wollen mit kleinen,   einheimischen , möglichst vorbildlichen Sozialprojekten kooperieren,   die bedürftigen oder benachteiligten Kindern und Jugendlichen sinnvoll,  unmittelbar  und  nachhaltig  helfen  und auf ihrem Weg in eine bessere Zukunft unterstützen und begleiten (doppeltes Empowerment). Besonders wollen wir Projekte und Menschen unterstützen, die den Mut haben, neue, innovative und kreative Ansätze umzusetzen, also Träume wahr werden zu lassen, zum  Beispiel  in  den  Bereichen Bildung,    Verbesserung    der    Lebensumstände,    Armutsbekämpfung,    Friedensarbeit,    Hilfe    zur Selbsthilfe  und  Völkerverständigung. Hier sind unsere Güte-Kriterien ...

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Bildung & Mobile Schule

Bildung - in bunter Vielfalt -- ist ein Kernelement der Arbeit vieler Partnerprojekte. Bildung soll Freude machen und Leben zum Positivem verändern: ob Alphabetisierung in der ländlichen Grundschule, Life-Skills-Vermitteln in einer Behindertenschule in Südafrika oder Zukunftschancen ermöglichen in einer Montessorischule für die ländliche Bevölkerung. Besonders spannend finden wir auch das Konzept der Mobilen Schulen, die direkt an sozialen Brennpunkten -- auf der Strasse -- arbeiten. Hierfür können unsere FW kostenlos an einer tollen 4-tägigen Intensiv-Schulung in Belgien teilnehmen. Sehr empfehlenswert! 

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Sportsozialprojekte

Sport kann Leben verändern! Wir wollen ein einschneidendes, positives Erlebnis schaffen, das die Welt im Kleinen verändert und Kindern und Jugendlichen als Anker dienst, an dem sie sich festhalten können und Orientierung erfahren. Sport als praktische, motivierende und niedrigschwellige Methode der Jungedsozialarbeit: Werte wie Fairness, Respekt, Teamgeist und Verantwortungsübernahme können hier ausprobiert und eingeübt werden. Ideal sind Team-Sportarten wie Hockey, Fussball, Volleyball, Basket, Rugby oder Ultimate Frisbee. Im Mittelpunkt steht für uns nicht der sportliche Leistungsgedanke, sondern das Gemeinschaftsgefühl, wenn Jugendliche zu Handelnden werden und ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen: Empowerment! 

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Kreativität, Musik & Theater

Kunst kann die Welt verändern! 
Sowohl die äußere als auch die innere Welt. Sie kann verändern, wie wir auf die Welt und auf unsere Mitmenschen schauen -- mit liebendem Auge? 
Manche Einsatzstellen setzen auf Theater oder Musik als Instrumente der Persönlichkeitsentwicklung, der Gemeinschaftsbildung (Orchester) und der gesellscahftlichen Kultur-Veränderung (gemeinsam statt einsam). Jugendliche können die Themen bearbeiten, die sie interessieren - in der Form, die ihnen gefällt. 
Ob Theater der Unterdrückten, Rap und Breakdance, Filmprojekt oder Musikschule im Armenviertel: Stets geht es darum, benachteiligten Menschen eine Stimme zu geben bzw. eine Bühne, die sie selbst gestalten.