Interessante Links

africasacountry.com
Blog, in dem es nicht um Hungersnöte, Bono oder Barack Obama geht

www.ak-mob.org

www.andersdeutsch.blogger.de
andersdeutsch widmet sich rassistischen und heteronormativen Diskursen aus der Mitte der Gesellschaft

www.anti-bias-netz.org/
Ein Zusammenschluss freier Multiplikator_innen, Berater_innen und Fortbildner_innen. Areiten seit 2002 in sehr vielen, sehr unterschiedlichen Bereichen mit dem Anti-Bias-Ansatz, einem Ansatz zur vorurteilsbewussten Bildung.

www.anti-bias-werkstatt.de/?q=de
Die Anti-Bias-Werkstatt versteht sich als eine Arbeitsgemeinschaft, die sich sowohl auf praktischer als auch auf theoretischer Ebene mit dem Anti-Bias-Ansatz beschäftigt.

bitchmagazine.org
Webseite der gleichnamigen US-amerikanischen Zeitschrift zu Feminismus, Medien und Populärkultur

www.black-print.blogspot.com
Blog über die Repräsentation Schwarzer Menschen in den Medien, gesellschaftspolitischen Aktivismus und alles, was mit der Afro-Diaspora zu tun hat

www.buehnenwatch.com
Bühnenwatch ist eine Plattform, die sich zum Ziel gesetzt hat, rassistische Praktiken an deutschen Bühnen zu beenden

www.decolonizethecity.de

clararosa.blogsport.de
Clara Rosa schreibt über Klassismus

www.derbraunemob.info
Deutschlands erste Schwarze media-watch-Organisation mit dem Ziel, eine diskriminierungsfreie deutsche Medienöffentlichkeit zu erreichen

www.derparia.wordpress.com
Der Paria publiziert kritische Arbeiten von Roma und informiert über vergangene und gegenwärtige Unterdrückungsverhältnisse, Verfolgung und Ermordung von Roma in Europa

www.freedom-roads.de/frrd/blog.htm
Wanderausstellung und Internetseite zu kolonialen Kontinuitäten im Stadtbild und zu postkolonialer Erinnerungskultur

www.iheartdigitallife.de

www.isdonline.de

www.iz3w.org/fernweh/deutsch
FernWeh – Forum Tourismus & Kritik engagiert sich für eine kritische tourismuspolitische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit

www.jamesknopf.blogspot.com
Fußnoten zu Gesellschaft und Rassismus, Empowerment und Performing Arts

leidmedien.de
Webseite mit Tipps für Journalist_innen, die über Menschen mit Behinderungen aus einer anderen Perspektive und ohne Klischees berichten wollen

www.maedchenmannschaft.net

www.queerformat.de

racismschool.tumblr.com
Blog über Rassismus

www.reachoutberlin.de

riotgrrrlberlin.tumblr.com
Blog nicht (nur) über Punkrock, sondern über Feminismus heute und die Verschränkung von Sexismus mit anderen Machtverhältnissen

https://twitter.com/search?q=%23SchauHin&src=hash&f=realtime
Unter #schauHin können Erfahrungen mit alltäglichem Rassismus geteilt werden.

www.sexualityanddisability.org
Webseite zu Sexualität und Behinderung

www.whitecharity.de
Webseite zum gleichnamigen Film über Rassismus in Spendenplakaten

Literaturempfehlungen

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McEwan, Cheryl (2009): Postcolonialism and Development. Routledge, London.

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Mecheril, Paul (2004): Einführung in die Migrationspädagogik, Weinheim: Beltz, S.106-132 (Kapitel 4: Was ist ‚interkulturelle Kompetenz‘? Von kulturalistischen zu reflexiven Perspektiven“)

Mecheril, Paul et al. (2010): Bachelor | Master Migrationspädagogik, Beltz, Weinheim.

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Melber, Henning (1989): Rassismus und eurozentrisches Zivilisationsmodell: Zur Entwicklungsgeschichte des kolonialen Blicks, in: Autrata, Otger; Kaschuba, Gerrit; Leiprecht, Rudolf (Hg.): Theorien über Rassismus, Eine Tübinger Veranstaltungsreihe, Argument-Verlag, Hamburg.

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Messerschmidt, Astrid (2009): Weltbilder und Selbstbilder. Bildungsprozesse im Umgang mit Globalisierung, Migration und Zeitgeschichte, Brandes & Apsel, Frankfurt am Main.

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Moraga, Cherríe/Anzaldúa, Gloria (Hg.) (1981; 1993): This Bridge Called My Back. Writings by Radical Women of Color. Kitchen Table – Women of Color Press, New York.

Nduka-Agwu, Adibeli/Hornscheidt, Antje Lann (Hg.) (2010): Rassismus auf gut Deutsch. Ein kritisches Nachschlagewerk zu rassistischen Sprachhandlungen. Brandes & Apsel, Frankfurt am Main.

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Popoola, Olumide/Sezen, Beldan (Hg.) (1999): Talking Home. Heimat aus unserer eigenen Feder, Frauen of Color in Deutschland, blue moon press, Amsterdam.

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Reindlmeier, Karin ( 2009): ,AllesKultur?‘ – Der ‚kulturelleBlick‘ in der internationalen Jugendarbeit, in: Elverich, Gabi, Annita Kalpaka und Reindlmeier, Karin (Hg.) (2009), Spurensicherung. Reflexion von Bildungsarbeit in der Einwanderungsgesellschaft, Münster: Unrast, 2. Auflage, S. 235-261

Roediger, David R. (Hg.) (1998): Black on White. Black Writers on What it Means to Be White, Schocken Books, New York.

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Scharathow, Wiebke; Leiprecht, Rudolf (Hg.) (2009): Rassismuskritik Band 2. Rassismuskritische Bildungsarbeit. Wochenschauverlag, Schwalbach.

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Sow, Noah (2008): Deutschland Schwarz Weiß. Der alltägliche Rassismus. Bertelsmann, Gütersloh.

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Walgenbach, Katharina (2002): Weiße Dominanz – zwischen struktureller Unsichtbarkeit, diskursiver Selbstaffirmation und kollektivem Handeln, in: Bartmann, Sylke; Gille, Karin; Haunss, Sebastian (Hg.): Kollektives Handeln. Politische Mobilisierung zwischen Struktur und Identität, Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf.

Wollrad, Eske (2005): Weißsein im Widerspruch. Feministische Perspektiven auf Rassismus, Kultur und Religion, Ulrike Helmer Verlag, Königsstein/Taunus.

Machtkritischer Bildungsansatz

Wir sehen uns in Einklang mit der Glokal-Linie: “Unsere pädagogische Arbeit ist geprägt von machtkritischen Bildungsansätzen. Machtkritische Bildungsarbeit möchte für das Wirken von, und die eigene Verstricktheit in, globale und gesellschaftliche Herrschafts- und Machtverhältnisse (z.B. Sexismus, Rassismus, Klassismus, Heteronormativität, Diskriminierung aufgrund von Alter, aufgrund von körperlicher Beeinträchtigung oder aufgrund von Bildungsabschlüssen etc.) sensibilisieren und Menschen dazu befähigen, zu deren Abbau beizutragen. Machtkritische Bildungsarbeit ist wertegeleitet und verfolgt die Vision einer machtsensiblen und diskriminierungsfreien Gesellschaft.

Unserem Verständnis zufolge basiert machtkritische Bildungsarbeit auf der Grundannahme, dass unsere heutige Welt sozial konstruiert, historisch geworden und maßgeblich von (global-)gesellschaftlichen Machtverhältnissen geprägt ist. Menschen haben sehr unterschiedliche Zugänge zu Ressourcen und gesellschaftlicher Teilhabe, werden bevorteilt oder diskriminiert – je nachdem, wie sie im Kontext struktureller Machtverhältnisse verortet sind. Machtverhältnisse entfalten ihre Wirkungen sowohl auf individueller, ideologisch-gesellschaftlicher als auch auf institutioneller Ebene. Meist ausgehend von der individuellen Ebene adressiert machtkritische Bildungsarbeit alle drei dieser Ebenen und will auf allen dreien Veränderungen anstoßen. Eine weitere Grundannahme ist, dass es keine machtfreien Räume gibt und es somit darum gehen muss, diese Machtverhältnisse zu erkennen und zu lernen, sensibel mit ihnen umzugehen sowie sie weitestgehend abzubauen. Macht- und Herrschaftsverhältnisse sind v. a. denjenigen oftmals nicht bewusst, die davon profitieren. Diskriminierungen und Ausschlüsse müssen daher nicht zwingend intentional sein, d.h., Menschen können diese häufig sogar erzeugen, ohne es zu merken und ohne vorsätzlich zu handeln. Da Machtverhältnisse historisch gewachsen und strukturell verankert sind, ist ihnen zu eigen, dass sie nicht einfach umkehrbar sind. (Siehe dazu: Reverse Racism von Aamer Rahman.)

Machtkritische Bildungsarbeit arbeitet mit einem intersektionalen Ansatz, bei dem verschiedene Macht- und Diskriminierungsverhältnisse als miteinander verschränkt und nicht einfach als addierbar aufgefasst werden. Unserem Verständnis nach ist die Auseinandersetzung mit Macht- und Herrschaftsverhältnissen ein lebenslanger Lernprozess. Auch wir verstehen uns dabei als Lernende und so versuchen wir beständig unser Verständnis von gesellschaftlichen Verhältnissen auszuweiten und zu vertiefen. In den letzten Jahren waren hauptsächlich postkoloniale, rassismuskritische Perspektiven Ausgangspunkt für unsere Arbeit. Wir haben dabei vorrangig mit Menschen gearbeitet, die durch Rassismus bevorteilt und privilegiert sind. Momentan setzen wir uns zunehmend mit Fragen von Geschlechterverhältnissen und kapitalistischen Ausbeutungsverhältnissen und deren Wechselwirkungen mit Rassismus auseinander.

Zentrale Themen der machtkritischen Bildungsarbeit sind die Auseinandersetzung mit Stereotypen, Diskriminierungen und Machtverhältnissen und deren Auswirkungen auf Identitäten und Gesellschaft. Die Hinterfragung von Selbst- und Weltbildern, die Analyse von diskriminierenden Praxen sowie die Erkundung alternativer Denk- und Handlungsmöglichkeiten sind zentrale Bausteine machtkritischer Bildungsarbeit.

Wir gehen dabei nicht davon aus, dass alles über die Analyse von Machtverhältnissen erklärt werden kann. Eine machtkritische Perspektive ist aber insofern besonders aufschlussreich, als sie zeigt, dass die Auseinandersetzung mit Machtverhältnissen in den meisten Bildungskonzepten (z. B. in vielen Ansätzen des interkulturellen Lernens) fehlt und Bildungsarbeit dadurch eher zu einer Stabilisierung von Machtverhältnissen als zu deren Abbau beiträgt.

In unserer Bildungspraxis legen wir Wert darauf, dass es sowohl Raum für inhaltliche Auseinandersetzungen, für Wissensvermittlung und Diskussion gibt als auch, dass Platz für die emotionale Beschäftigung mit den behandelten Themen besteht. Eine Mischung aus theoretischer, praktischer und selbstreflexiver Auseinandersetzung mit den jeweiligen Themen des Workshops ist uns wichtig.

Kritische Auseinandersetzung mit interkulturellem Lernen

In verschiedenen pädagogischen Ansätzen wird dem Konzept ‚Kultur‘ ein zentraler Stellenwert eingeräumt: so zum Beispiel bei den Themenbereichen Inter-/Transkulturelles Lernen, Interkulturelle Kompetenz, Entwicklungszusammenarbeit, Globales Lernen und Rassismus. Vor allem im Rahmen von internationalen Freiwilligendiensten und Jugendbegegnungen spielen diese Themenfelder eine große Rolle, aber auch in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit.

Unser Verständnis von „Kultur“ orientiert sich stark an aktuellen Debatten, die verbreitete (statische) Kulturbegriffe kritisieren und sich gegen ein verkürztes Verständnis von beispielsweise Interkultureller Kompetenz als erlernbares Werkzeug zum Gelingen von vermeintlich interkulturellen Situationen wenden. In Bezug auf Ansätze und Methoden in der Bildungsarbeit ist jedoch nicht nur der Kulturbegriff an sich zu problematisieren, sondern auch die Tatsache, dass „Kultur“ in bestimmten Kontexten als der bestimmende Faktor für Wesensart und Handeln von Individuen herangezogen wird.

Wir wenden uns gegen das Ausblenden anderer Kategorien, die unsere Identität(en) ausmachen und möchten den Blick auch auf Machtverhältnisse und gesellschaftlichen Strukturen richten. Dies gilt zum Beispiel im Hinblick auf Konzepte von „Eigenem“ und „Fremdem“: oft werden diese weder auf ihre Funktion hinterfragt, noch wird geschaut, ob und wie diese innerhalb von ungleichen Machtverhältnissen gesellschaftlich konstruiert werden.

Seit einiger Zeit konzentrieren sich kritische Analysen des Kulturbegriffs zudem auf seine Verwandtschaft mit Rassismus. Viele gegenwärtige Formen von Rassismus kommen ohne den expliziten Bezug auf „Rasse“ bzw. Rassentheorien aus; vielmehr beziehen sie sich auf vermeintliche kulturelle Unterschiede: „Das vornehme Wort Kultur tritt anstelle des verpönten Ausdrucks Rasse, bleibt aber ein bloßes Deckbild für den brutalen Herrschaftsanspruch“ (Theodor W. Adorno).

In aktivistischen und wissenschaftlichen Debatten wurden diesbezüglich mittlerweile gute Problemanalysen geliefert. Nur selten wird jedoch der für die Bildungsarbeit nötige Praxisbezug hergestellt oder werden inhaltlich und methodisch nutzbare Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt.

In unseren Workshops möchten wir kritischen Perspektiven einen Raum geben und

  • den Teilnehmenden einen Überblick über aktuelle aktivistische und wissenschaftliche Debatten in Bezug auf „Kultur“ verschaffen und deren Relevanz für die pädagogische Praxis diskutieren,
  • dazu anregen, sich mit der Komplexität des Kulturbegriffs auseinanderzusetzen, klassische Fallstricke thematisieren (Homogenisierung, Exotisierung, Kulturalisierung, etc.),
  • auf die Verwobenheit von Kulturvorstellungen mit Rassismus eingehen, zu eine Selbstreflexion bezüglich der eigenen Positionierung im Hinblick auf gesellschaftliche Privilegien anregen,
  • die Konstruktion von gesellschaftlich anerkannten Normalitäten im Hinblick auf Kategorien wie „Differenz“, „Anders-“ und „Fremdheit“ thematisieren.

Anti-Bias: Vorurteile Macht Diskriminierung

>Bias< kommt aus dem Englischen und steht für Voreingenommenheit, Vorurteil, aber auch Schieflage. Anti-Bias ist ein erfahrungsorientierter Ansatz der Anti-Diskriminierungsarbeit. Um (gesellschaftliche) Schieflagen zu verändern soll mit der Anti-Bias Arbeit für Diskriminierungen sensibilisiert werden und zu vorurteilsbewusstem und machtkritischem Handeln angeregt werden. Ausgehend von Kritik an Konzepten des interkulturellen Lernens wurde der Ansatz in den USA zunächst für die Arbeit mit (Klein-)Kindern entwickelt. In Südafrika wurde Anti-Bias nach Ende der Apartheid für die Erwachsenenbildung weiterentwickelt.

Seit Anfang der 1990er wird er in Deutschland mit verschiedenen Zielgruppen (und vor allem auch mit Multiplikator_innen) praktiziert. Dem Ansatz liegt die Annahme zugrunde, dass Haltungen, Werte bzw. Normen in Kombination mit unterschiedlichen Formen von Macht (Definitionsmacht; institutionelle, situative, politische, juristische Macht) zu Diskriminierung führen können. Vorurteile und auch diskriminierendes Handeln werden dabei nicht als „Probleme“ Einzelner verstanden, sondern als Ausdruck und Fortführung von gesellschaftlichen Machtverhältnissen. Im Vordergrund der Arbeit steht somit, die eigenen Verstrickungen und Handlungsspielräume in diesen Verhältnissen zu erkennen.

In den Seminaren wird von den individuellen Erfahrungen der jeweiligen Gruppe mit allen ihren Mitgliedern ausgegangen. In der Anti-Bias-Arbeit wird versucht, alle möglichen Diskriminierungsformen einzubeziehen, ohne diese von vornherein hierarchisch zu gliedern. Stattdessen werden sie in ihren Bedeutungen für die Teilnehmenden und in ihrer unterschiedlichen Geschichte, Ausprägung und Häufigkeit wahrgenommen und anerkannt. Dazu gehört sowohl eine Auseinandersetzung mit der eigenen Identität als auch mit der Frage nach der Konstruktion von Identitäten innerhalb von Gesellschaften.

Durch praktische Übungen und eine kritische Reflexion werden beispielsweise vorherrschende Bilder (meist über „die Anderen“) und ihre Entstehung hinterfragt. So entsteht die Möglichkeit das eigene Handeln vorurteilsbewusst zu gestalten. Mit Anti-Bias zu arbeiten, spiegelt sich für uns jedoch eher in einer machtkritischen und vorurteilsbewussten Haltung als in einer Methodensammlung wider.

Wir verstehen uns als Begleiter_innen im individuellen und kollektiven Lernprozess, der auch für uns nie abgeschlossen ist. In der Seminararbeit wollen wir einen Raum eröffnen, in dem eine intensive und erfahrungsorientierte Auseinandersetzung mit Macht und Diskriminierung möglich ist. Gemeinsam entwickelte, alternative Handlungsformen befähigen die Teilnehmer_innen dazu sich aktiv und solidarisch gegen Diskriminierung einzusetzen. Voraussetzung hierfür ist eine wertschätzende Atmosphäre und die Bereitschaft der Teilnehmenden sich auf den Lernprozess einzulassen.

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Unser Bildungspartner beim Vorbereitungsseminar

http://www.phoenix-ev.org/